Achtsamkeit

Heute Morgen auf dem Weg ins Büro.  

Wie jeden Morgen steht an der Kreuzung mein Vordermann und lässt fleissig alle anderen Autos durch, obwohl er Vorfahrt hat. Ich rege mich, wie übrigens auch fast immer, fürchterlich über diese Dummheit auf. Warum kann er sich nicht einfach an die Verkehrsregeln halten…….?

 

Eigentlich möchte ich nur in aller Ruhe zur Arbeit fahren, wenn da nicht immer die anderen wären. Aber was hält mich eigentlich wirklich davon ab? Ich könnte ja auch einfach nicht darauf reagieren? Sind es wirklich immer die anderen?

 

Ich kann es nicht ändern und das weiss ich. Schlussendlich rege ich mich auf, weil ich es nicht ändern kann. In dem Wissen, dass ich es nicht ändern kann, ärgere ich mich dann das ich mich überhaupt darüber ärgere. Ok, kommt da noch einer mit? Ich hoffe ja.

 

Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass ich mich nur aufrege, weil ich das Gefühl habe die anderen „sehen mich und meine Bedürfnisse nicht“.  Aber dies ist meine Wahrheit.

 

Wieso stecke ich so viel Energie in etwas was ich erstens nicht ändern kann und mir zweitens nicht einmal gut tut?

 

 

Liegt es nicht an mir meine Bedürfnisse zu stillen? Vielleicht stört es mich dann weniger, wenn die anderen mich (vermeintlich) „nicht sehen“?

Wie oft ignoriere ich meine eigenen Bedürfnisse?

 

Aber wer oder was kann wichtiger sein, als ich SELBST? 

 

DAS muss sich dringend ändern und ich habe mir folgendes vorgenommen:

-   Wenn ich ärgerlich werde frage ich mich, welche Grenze wird bei mir überschritten, ist der andere wirklich der Schuldige oder nur der Auslöser der Gefühle?

-        Wenn es mir nicht gut geht -  was würde mir JETZT helfen  mich besser zu fühlen?

-        Und dann – auch wirklich SOFORT tun.

 

Anschliessend habe ich mir meine Frühstückspause von 15 Minuten (die mir vom Arbeitgeber zugestanden wird, ich aber so gut wie nie nehme) gegönnt. Ich bin losgezogen und habe mir einen Zimtkaffee geholt (auf den hatte ich Lust) und ich habe ihn bewusst getrunken. Mmhhh lecker!!!

 

Interessanterweise passiert mir das bei den Pferden fast nie, da bin ich voll da. Aber ich verbringe maximal 10% meines Tages bei meinen Vierbeinern und die restliche Zeit muss ich auch auf mich achten.

 

 

Wer sich im Text wiederfindet und/oder einfach Lust dazu hat, den lade ich herzlich ein mitzumachen.